Allgemeines

Die Kombination von skelettaler Verankerung und Multibrackets-Systemen ist für schwierige Zahnkorrekturen, besonders im Seitenzahnbereich, bestens geeignet.

Bei herkömmlichen Methoden muss für die Zahnkorrektur im Seitenzahnbereich der gesamte Zahnbogen zur Verankerung mit Brackets versehen werden.

Mit Hilfe der skelettalen Verankerungen ist dies nicht mehr nötig. Hierbei werden nur auf die zu bewegenden Zähne Brackets geklebt. Für die skelettale Verankerung verwenden wir kieferorthopädische Verankerungsimplantate, Pins (Minischrauben) und Ortho-Bone-Anchor Elemente (OBA).

Verankerungsimplantat Verankerungsimplantat Bild 2

Verankerungsimplantat

Verankerungspin Verankerungspin Bild 2

Verankerungspin

Ortho-Bone-Anchor-Element Ortho-Bone-Anchor-Element Bild 2

Ortho-Bone-Anchor-Element

Beispiel A

Befund und Behandlung

Die aus der Rücklage des Unterkiefers resultierte ungünstige Bissrücklage (Klasse II- Verzahnung)  würde bei diesem 17 jährigen Patienten klassischer Weise durch die Entfernung  von zwei bleibenden Zähnen im Oberkiefer behandelt werden.

In seinem fall aber wurde die gesamte Oberkieferzahnreihe zurückverlagert und eine optimale Verzahnung eingestellt ohne zwei gesunde Zähne ziehen zu müssen. Dieses Therapiekonzept war durch die Anwendung eines Verankerungsimplantates, das im Gaumen inseriert wurde, möglich. Die Zahngrößendiskrepanz zwischen dem Oberkiefer und dem Unterkiefer wurde durch den Aufbau des seitlichen Schneidezahnes ausgeglichen.

Behandlungsbeginn

Behandlungsbeginn Behandlungsbeginn 2

Nach 2,5 Jahren

Nach 2,5 Jahren Nach 2,5 Jahren Bild2

Beispiel B

Befund und Behandlung

36-jähriger Patient mit Palatinalstand der Backenzähne 17 + 18, Restlücke des extrahierten ersten Backenzahns (16) und Kreuzbiss der Molaren im Oberkiefer rechts.

Mit Hilfe einer OBA-Verankerung wurden Backenzähne nach außen und nach vorne bewegt, der Kreuzbiss beseitigt und die vorhandene Lücke geschlossen.

Behandlungsbeginn

Behandlungsbeginn Behandlungsbeginn 2

Palatinalstand von 17 + 18 mit Restlücke von 16 und Kreuzbiss der Molaren rechts.

Nach 2 Jahren

Nach 2 Jahren Nach 2 Jahren Bild 2

Beseitigung des Kreuzbisses und der Lücke im Oberkiefer rechts nach 2 Jahren.

Beispiel C

Befund und Behandlung

Bei einem 17-jährigen Patienten musste der erste Backenzahn (Molar) im Oberkiefer links extrahiert werden. Der Weisheitszahn war angelegt aber noch nicht durchgebrochen.

Durch die Bewegung des zweiten Backenzahnes nach vorne wurde die Lücke geschlossen und somit konnte der Weisheitszahn, der sonst gezogen würde, anstelle des zweiten Backenzahnes durchbrechen und seine Funktion übernehmen.

Die hier angewandte Technik ist eine Kombination aus Skelettaler Verankerungen und Segmenttechnik.

Befund und Behandlung Befund und Behandlung Bild 2 Befund und Behandlung Bild 3